Das andere Amerika


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Mit der dokumentarischen Videoinstallation soll aus aktuellem Anlass eine neue Dimension der Auseinandersetzung mit amerikanischer Kultur und dem Bild über Amerika, welches seit dem 11. September in Deutschland zu verschiedenen ambivalenten Reaktionen geführt hat, eröffnet, aufgegriffen und weitergeführt werden. Ziel des gesamten Vorhabens ist es, Stimmen zu Wort kommen zu lassen, das “Nicht-einverstanden-Sein” besonders von Jugendlichen ernst zu nehmen und durch ein konkretes Projekt zu beantworten bzw. Denkanstösse zu geben, die nicht auf Hurrapazifismus und Populismus basieren. Es sind die Bilder, Embleme und Metaphern zu entschlüsseln, die für und gegen Amerika in Stellung gebracht werden.

1. Die Perspektive junger Erwachsener - Meinungen, Vorurteile

Interviews mit Jugendlichen aus Duisburger Gymnasien und Gesamtschulen, die sich mit ihrem Selbstverständnis als junge Deutsche befassen, sind ein Ausgangspunkt. Es geht um die Entstehung von Feindbildern und ihrer Hintergründe. In diesem Zusammenhang soll auch thematisiert werden, wie die Medien zu dieser Meinungsbildung beigetragen haben.

2. Interviews mit “Sachverständigen”- Hintergründe, Kommentare, Analyse

In der zweiten Ebene sollen Sachverständige, Intellektuelle, die sich differenzierter mit den derzeitigen Problemen auseinandersetzen, zu Wort kommen. Stimmen, die nicht in jeder talkshow zu finden sind, weil sie vielleicht auch unpopulärere Standpunkte vertreten oder sich mehr mit den “mühsamen” historischen und psychologischen Hintergründen befassen. Zugesagt habe die Autoren Marko Martin, Richard Wagner und Jeffrey Gedmin.

3. Ausblicke und die “amerikanische Sicht”

Thomas Friedman, Publizist der New York Times wird heftig attakiert, für seine Verteidigung des amerikanischen Einsatzes im Irak. Wie sehen das Amerikaner, die in New York leben und Auswirkungen des 11. September hautnah miterlebt haben ?

Die Bildsprache setzt sich bewusst von der Fernsehsprache ab. Nicht ein allwissender Kommentar liegt unter dem ganzen, sondern der Schnitt oder Split-screen-Elemente stellen die Kontexte her. Eine Kontrastierung von Aussagen ist möglich und gewollt. Im besten Fall könnte damit eine spannungsreiche und im Umbruch befindliche kulturtheoretische Debatte in eine breitere Öffentlichkeit getragen werden.

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