Künstlerleben (AT) – 3 screen Videoinstallation

Entwurf einer temporären Ausstellung – open archive – von Angela Zumpe

Fassade im Kulturhaus Schöneberg, Kyffhäuser Str. 23, 10781 Berlin, Atelier Zumpe parterre rechts

Schon immer war Berlin ein Magnet für Maler, Filmemacher, Performancekünstler aus vielen Ländern. West-Berlin in den 1980er/90er Jahren galt als einsame Insel im Meer des Kommunismus, so sahen es viele von außen. Vor dem Grundrauschen der Kalten Kriegspropaganda endstand ein Mischung aus No-Future und einem trotzigen »Jetzt-erst-recht«. Für uns eine Zeit, in der man unbeschwert Dinge ausprobieren konnte. Wir studierten Malerei an der HdK (heute UDK), einige gingen danach nach New York. Vorn dabei waren die Berliner Wilden, die gerade in Berlin mit ihrer spektakuären Ausstellung im Haus am Waldsee durch die Decke gegangen waren, worauf die ZEITGEIST-Ausstellung folgte, die sie endgültig bekannt machte.

Aber es gab auch die anderen, die keine internationale Karriere machten und trotzdem ihren eigenen Weg gingen, bis heute zwischen zwischen Havarie und Hype, wie z.B. Ter Hell – 1980 gehörte er zur Gruppe 1/61, der eher konzeptuell ausgerichteten Konkurrenz zur neo-expressiven Malerei der Galerie am Moritzplatz. Wie ist aber die Situation heute – in einer unübersichtlich gewordenen Szene, in der Künstler wie Touristen gleichermaßen die Stadt fluten. Rette sich wer kann?
© AZ 4/18

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